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Preishoheit - das Heft selbst in die Hand nehmen!?

Die HSMA Deutschland hat vor dem Hintergrund des aktuellen Bundeskartellamt Verfahrens eine Mitgliederbefragung zum Thema Bestpreisklausel durchgeführt. Das Ergebnis ist leider wenig überraschend und zeigt die klare Unsicherheit unserer Branche. 35,1% warten ab und verändern die Preise nicht. 28,4% vertreiben bereits die günstigste Rate auf der eigenen Homepage und 25,3% planen dieses in naher Zukunft.

Umfrage HSMA Preisentwicklung 2013

Trotz der noch ungeklärten Rechtslage, scheint ein wichtiger Prozess in unserer Branche zu beginnen. Nun gilt es mit den neuen Möglichkeiten und Freiheiten richtig umzugehen.

Hotelkonzerne und Einzelhotels werden einen unterschiedlichen Blickwickel haben. Während die Ketten sich auf die internationale Zusammenarbeit konzentrieren und Stammkunden Zugeständnisse machen werden, gilt es für die Privathotellerie primär den individuellen Kosten / Nutzenfaktor im Auge zu behalten.

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Tatsache, auf der eigenen Homepage den günstigsten Preis anzubieten. Wir müssen die Chance nutzen um Vertriebskosten, Verfügbarkeiten und die Außendarstellung unserer Preise in Zukunft besser zu kontrollieren.

Bleibt aber abzuwarten wie die OTAs (Online Travel Agents) reagieren. Ein Dialog auf Augenhöhe ist sicherlich am vielversprechendsten. Welche Volumen werden generiert? Welche Zielgruppe angesprochen? Welches Kommissionsmodell wird verwendet und wie sieht die Darstellung beim Kunden aus? Wie abhängig ist man von seinen Partnern und kann man die nötigen (primär technischen) Anforderungen erfüllen? Man darf nicht vergessen, dass wir als Hotelbranche eine Mitschuld an der momentanen Situation tragen. Nutzen wir also diese Chance um als gleichberechtigter Partner diese Gespräche zu führen!   

Neben der anscheinenden Rückgewinnung der Preishoheit,  lauern allerdings auch weiter Herausforderungen.

„Preisbindung der zweiten Hand“, Verbot von „Weiterverarbeitungsgeboten“, „unverbindliche Preisempfehlungen“ und die mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer sind Schlagwörter und Themen die alle Beteiligten noch länger beschäftigen werden. Es gilt auch Abzuwarten wie Banken und Investoren auf die möglichen negativen Einflüsse der Rentabilität von Hotel- und Gastronomiebetrieben reagieren. Nicht zu vergessen, die schon in den Startlöchern stehenden Unternehmen, die durch Abmahnungen versuchen werden, ihre eigene Rentabilität zu steigern.  Es steht uns also ein weiterhin heißes und richtungsweisendes zweites Halbjahr bevor, an dessen Ende hoffentlich Klarheit und Planungssicherheit stehen werden.

 

 

 

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